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Shopify oder Magento (2026): der vollständige Vergleich für wachsende Marken

Teammitglied von Flatline Agency vor einem Backsteingebäude

Von Robin Laseur

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IN DIESEM ARTIKEL

Shopify oder Magento 2026? Funktionen, Kosten, B2B, SEO und Migrationsrisiken im Vergleich, mit Entscheidungstabelle. Ehrlicher Rat vom Platinum Partner.

Shopify oder Magento 2026? Funktionen, Kosten, B2B, SEO und Migrationsrisiken im Vergleich, mit Entscheidungstabelle. Ehrlicher Rat vom Platinum Partner.

Shopify oder Magento 2026? Funktionen, Kosten, B2B, SEO und Migrationsrisiken im Vergleich, mit Entscheidungstabelle. Ehrlicher Rat vom Platinum Partner.

Logos von Shopify Plus und Magento mit großem „vs“ dazwischen, Titelbild zum Vergleich Shopify oder Magento

Kurz gesagt

  • Shopify ist eine vollständig gehostete SaaS-Plattform: Hosting, Sicherheit, PCI-Compliance und Updates übernimmt Shopify. Ihr Team investiert seine Zeit also in Wachstum statt in Wartung. Für die meisten B2C- und B2B-Marken ist Shopify 2026 die schnellere und besser planbare Wahl.

  • Magento (Magento Open Source oder das kostenpflichtige Adobe Commerce) gibt Ihnen volle Kontrolle über Code und Datenmodell. Hosting, Patches, Upgrades und ein Entwicklungsteam liegen dafür aber bei Ihnen.

  • Magento oder Adobe Commerce lohnt sich nur, wenn Sie wirklich außergewöhnliche Geschäftslogik, ein eigenes Entwicklungsteam und das passende Budget haben. In allen anderen Fällen liegt Shopify oder Shopify Plus bei Gesamtkosten, Tempo und Bedienbarkeit meist vorn.

  • Sie sind bereits auf Magento? Mit einer gut vorbereiteten Migration behalten Sie Daten, Kunden und SEO-Rankings. Unten finden Sie den vollständigen Vergleich, eine Entscheidungstabelle und die Migrationsrisiken, auf die Sie achten sollten.

Shopify oder Magento: Was ist der eigentliche Unterschied?

Der Unterschied zwischen Shopify und Magento liegt nicht in einer Funktionsliste, sondern im Betriebsmodell. Shopify ist Software as a Service: Sie mieten eine Plattform, die Shopify für Sie betreibt, absichert und weiterentwickelt. Magento installieren und betreiben Sie selbst (oder lassen es von einem Partner betreiben), auf einer Infrastruktur, die Sie auswählen und bezahlen.

Diese eine Entscheidung prägt fast alles Weitere in diesem Vergleich: wer das Hosting bezahlt, wer Sicherheitspatches einspielt, wie schnell eine Kampagne live geht, wie viele Entwickler Sie brauchen und wie teuer jede künftige Änderung wird. Beide Modelle sind legitim. Sie passen nur zu unterschiedlichen Unternehmen.

Magento Open Source oder Adobe Commerce?

Wer „Magento“ sagt, kann zwei verschiedene Produkte meinen. Seit Adobe Magento 2018 übernommen hat, gibt es die Plattform in zwei Editionen:

  • Magento Open Source: die kostenlose Edition. Es fällt keine Lizenzgebühr an, dafür kümmern Sie sich selbst um Hosting, Sicherheit, Extensions und Entwicklung. Ein natives B2B-Modul fehlt; B2B-Funktionen kommen über Extensions von Drittanbietern oder Eigenentwicklung.

  • Adobe Commerce: die kostenpflichtige Enterprise-Edition, früher Magento Commerce. Die Lizenz gibt es auf Anfrage, der Preis richtet sich nach Ihrem Umsatz. Hinzu kommen unter anderem das B2B-Modul (Firmenkonten, gemeinsame Kataloge, Angebotsanfragen), Content Staging, Kundensegmentierung und Adobe-Support, und Sie können die Cloud-Infrastruktur von Adobe nutzen. Außerdem hat Adobe eine SaaS-Variante von Adobe Commerce eingeführt.

Egal, welche Edition Sie wählen: Die Freiheit steckt im Code, und damit liegt auch die Verantwortung für diesen Code bei Ihnen.

Shopify oder Shopify Plus?

Auch Shopify gibt es in mehreren Tarifen. Die Standardtarife (Basic, Shopify, Advanced) reichen für viele Marken völlig aus und enthalten seit April 2026 alle die nativen B2B-Funktionen von Shopify. Die Preise beginnen bei einigen Dutzend Euro pro Monat; prüfen Sie immer die aktuelle Preisseite von Shopify, da sich Tarife und Gebühren ändern.

Shopify Plus ist der Enterprise-Tarif, als Richtwert ab etwa 2.100 € pro Monat (der genaue Betrag kann je nach Vertrag abweichen). Er ist auf höhere Volumen und komplexere Organisationen ausgelegt und bietet unter anderem Expansion Stores für weitere Marken oder Länder, erweiterte Checkout-Anpassungen, Launchpad für geplante Kampagnen, höhere API-Limits für die Synchronisation mit ERP und PIM sowie Priority Support. In den meisten Projekten, in denen Magento ersetzt wird, ist Shopify Plus der relevante Vergleich.

Shopify vs. Magento: Funktionen im Vergleich (2026)

Die folgende Tabelle vergleicht die drei Optionen, zwischen denen Händler in der Praxis tatsächlich abwägen. Im Mittelpunkt steht, was im Tagesgeschäft zählt, nicht die Länge einer Feature-Liste.


Shopify / Shopify Plus

Magento Open Source

Adobe Commerce

Betriebsmodell

SaaS, vollständig gehostet

Selbst gehostet, Open Source

On-Premise, Adobe-Cloud oder SaaS-Variante

Lizenz

Monatliches Abo (Plus ab etwa 2.100 € pro Monat, Richtwert)

Kostenlos

Auf Anfrage, umsatzabhängig

Hosting und Skalierung

Inklusive, skaliert automatisch

Ihre Verantwortung

In den Cloud-Varianten enthalten, sonst Ihre Verantwortung

Sicherheit und PCI DSS

PCI DSS Level 1, von Shopify verwaltet

Ihre Verantwortung

Überwiegend Ihre Verantwortung (Shared-Responsibility-Modell)

Updates und Upgrades

Automatisch, keine Upgrade-Projekte

Selbst planen, testen und ausrollen

Selbst planen, testen und ausrollen

Checkout

Shopify Checkout und Shop Pay, erweiterbar mit Functions und Checkout-Extensions

Im Code frei anpassbar

Im Code frei anpassbar

Individualisierung

Themes, Apps, Shopify Functions, Custom Apps, Headless mit Hydrogen

Unbegrenzt auf Code-Ebene

Unbegrenzt auf Code-Ebene

B2B

Natives B2B in allen Tarifen seit April 2026

Über Extensions oder Eigenentwicklung

Natives B2B-Modul

International

Shopify Markets: Währungen, Sprachen, Domains und Preise pro Markt

Mehrere Websites und Store Views, selbst einrichten und pflegen

Mehrere Websites und Store Views, selbst einrichten und pflegen

Kassensystem

Shopify POS mit denselben Bestands- und Kundendaten

Über Integrationen von Drittanbietern

Über Integrationen von Drittanbietern

ERP und PIM

APIs, Konnektoren und Middleware

APIs und individuelle Module

APIs und individuelle Module

Tägliche Pflege

Marketing- und E-Commerce-Team arbeitet eigenständig

Für viele Änderungen ist ein Entwickler nötig

Für viele Änderungen ist ein Entwickler nötig

Benötigtes Team

E-Commerce-Team plus Partner

Entwickler oder Agentur auf Retainer-Basis

Entwickler oder Agentur auf Retainer-Basis

Das Muster ist klar: Magento und Adobe Commerce können fast alles, aber das meiste davon ist Ihre Aufgabe. Shopify schränkt ein, was Sie tief im Kern ändern können, und nimmt Ihnen dafür eine ganze Ebene technischer Arbeit ab.

Kosten im Überblick: Wofür zahlen Sie eigentlich?

Nur den Lizenzpreis zu vergleichen, ist der häufigste Fehler bei dieser Entscheidung. Magento Open Source kostet beim Download nichts, doch ein produktionsreifer Magento-Shop ist selten die günstigere Option, wenn Sie alles einrechnen, was für den Betrieb nötig ist. Die Tabelle zeigt, wer welche Kosten trägt:

Kostenposition

Shopify / Shopify Plus

Magento / Adobe Commerce

Plattform

Festes monatliches Abo

Kostenlos (Open Source) oder umsatzabhängige Lizenz (Adobe Commerce)

Hosting, CDN und Skalierung

Inklusive

Eigene Server oder Cloud-Vertrag, plus Skalierung für Lastspitzen

Sicherheitspatches und PCI

Inklusive

Entwicklerstunden für jeden Patch, plus Compliance-Aufwand

Versions-Upgrades

Inklusive

Eigenes Projekt für jedes größere Upgrade

Apps und Extensions

Monatliche App-Abos

Extension-Lizenzen, Verlängerungen und Kompatibilitätsarbeit

Entwicklung

Theme, Integrationen und Custom Apps

Laufender Retainer für Wartung und neue Funktionen

Zahlungen

Gebühren von Shopify Payments; bei externen Zahlungsanbietern fällt eine Zusatzgebühr an

Gebühren Ihres Zahlungsanbieters

Das Ergebnis: Die Kosten von Shopify sind planbar und stehen größtenteils auf einer Rechnung. Bei Magento verteilen sie sich auf Hosting, Entwicklung, Sicherheit und Extensions, und sie wachsen mit jeder Anpassung. Den Kostenteil halten wir in diesem Vergleich bewusst auf hoher Ebene. Die vollständige Aufschlüsselung finden Sie in unserem Artikel über die 5 versteckten Kosten von Magento vs. Shopify. Wenn Sie Ihre eigene Situation durchrechnen möchten, nutzen Sie unseren TCO-Rechner für E-Commerce mit Schritt-für-Schritt-Anleitung und einem Arbeitsblatt über drei Jahre.

Hosting, Sicherheit und Upgrades: geregelt oder Ihr Problem?

Auf Shopify müssen Sie nie an Server denken. Die Plattform übernimmt Hosting, SSL, ein weltweites CDN, DDoS-Schutz und PCI-DSS-Level-1-Compliance für jeden Shop. Neue Funktionen und Sicherheitsfixes rollt Shopify selbst aus, ohne Upgrade-Projekt auf Ihrer Seite.

Bei Magento gehört all das zu Ihrem Aufgabenbereich. Adobe veröffentlicht regelmäßig Sicherheitspatches, und jeder Patch muss eingespielt und gegen Ihre Individualentwicklungen und Extensions getestet werden. Größere Upgrades sind eigene Entwicklungsprojekte, und je stärker der Shop angepasst ist, desto teurer werden sie. Wer Upgrades aufschiebt, baut technische Schulden und ein wachsendes Sicherheitsrisiko auf. Genau deshalb hören wir so oft, dass das Magento-Budget in den Betrieb der Plattform fließt statt in Wachstum.

Individualisierung: Ist Shopify zu eingeschränkt?

Das ist das hartnäckigste Argument für Magento, und 2026 ist es größtenteils überholt. Shopify lässt sich auf fast jeder Ebene erweitern:

  • Themes in Liquid mit Online-Store-2.0-Sections, sodass Content-Teams Seiten ohne Entwickler aufbauen und ändern können.

  • Shopify Functions für eigene Rabattlogik, Versand- und Zahlungsregeln sowie Checkout-Validierung, ohne den Plattformkern anzufassen.

  • Checkout-Extensions auf Shopify Plus, um dem Checkout Felder, Inhalte und Logik hinzuzufügen.

  • Custom Apps und APIs für Geschäftslogik, die keine öffentliche App abdeckt.

  • Headless Commerce mit Hydrogen oder einem anderen Frontend-Framework, wenn Sie volle Freiheit im Frontend brauchen.

Was Sie auf Shopify nicht können, ist den Kern selbst umschreiben: das Datenmodell, die Order-Engine oder die Checkout-Architektur. Für die meisten Marken ist das ein Vorteil, weil die Plattform dadurch upgradefähig bleibt. Für eine kleine Gruppe von Unternehmen mit wirklich außergewöhnlichen Prozessen ist es eine echte Einschränkung. Darauf gehen wir weiter unten ein.

Skalierbarkeit und Performance

Beide Plattformen kommen mit großen Katalogen und hohen Bestellvolumen zurecht. Der Unterschied liegt darin, wer die Arbeit macht. Magento skaliert, wenn Server, Caching, Datenbank und Code dafür eingerichtet und optimiert sind, und Ihr Team muss sich auf jede Lastspitze wie den Black Friday oder einen Produkt-Drop vorbereiten. Shopify skaliert automatisch auf einer gemeinsam genutzten, weltweiten Infrastruktur. Ein Besucheransturm ist dann kein Engineering-Projekt.

Die Geschwindigkeit hängt auch vom Frontend ab. Ein schweres Magento-Theme mit Dutzenden Extensions ist schwer schnell zu halten; moderne Magento-Frontends können gut performen, erfordern aber Spezialwissen. Auf Shopify liefert ein sauber gebautes Theme mit einer bewussten App-Auswahl in der Regel gute Core Web Vitals, ohne dass Sie an der Infrastruktur schrauben müssen.

SEO: Shopify oder Magento?

Magento bietet tiefe technische SEO-Kontrolle: volle Freiheit bei URLs, detaillierte Steuerung der Layered Navigation und viele SEO-Extensions. Diese Stärke bringt aber auch Risiken, etwa Duplicate Content über Filter-URLs, wenn die Konfiguration nicht stimmt.

Shopify deckt die Grundlagen standardmäßig ab: sauberes HTML, automatische Sitemaps, Canonical Tags, bearbeitbare Titel und Meta-Beschreibungen, eine anpassbare robots.txt, strukturierte Daten in modernen Themes und schnelles Hosting. Die wichtigste Einschränkung ist die feste URL-Struktur mit Präfixen wie /products/ und /collections/. Für das Ranking ist das selten ein Problem, bei einer Migration aber sehr wohl relevant, weil sich fast jede URL ändert. In der Praxis hängen Ihre Rankings nach einem Wechsel viel stärker von der Qualität der Migration ab als von der Plattform selbst.

B2B: Shopify B2B oder Adobe Commerce?

Lange war B2B das stärkste Argument für Adobe Commerce. Das B2B-Modul bietet Firmenkonten mit mehreren Einkäufern, gemeinsame Kataloge, Angebotsanfragen, Bestelllisten und Kreditlimits. Das ist nach wie vor ein ausgereiftes Paket, allerdings nur in der kostenpflichtigen Edition. Mit Magento Open Source brauchen Sie Extensions oder Eigenentwicklung.

Shopify hat einen großen Teil dieses Rückstands aufgeholt. Seit April 2026 sind die nativen B2B-Funktionen in allen Shopify-Tarifen enthalten, nicht nur in Plus. Dazu gehören Firmenprofile mit mehreren Standorten und Einkäufern, kundenspezifische Kataloge und Preislisten, Staffelpreise und Mengenregeln, Zahlungsziele und ein B2B-Checkout, alles in derselben Oberfläche wie Ihr B2C-Shop. Damit ist Shopify eine starke Wahl für Marken, die sowohl an Endkunden als auch an Händler verkaufen. Bei komplexem B2B mit Preisen aus dem ERP ist das Integrationskonzept meist wichtiger als die Plattform. Mehr zu unserem Ansatz für Shopify B2B.

International verkaufen: Shopify Markets oder Magento Store Views?

Magento bildet den internationalen Verkauf über eine Hierarchie aus Websites, Stores und Store Views ab. Das ist sehr flexibel, doch jedes weitere Land bedeutet zusätzliche Konfiguration, Übersetzungen, Steuerregeln und Pflege, oft verteilt auf separate Preisindizes und Extensions.

Mit Shopify Markets steuern Sie Länder und Regionen aus einem Shop heraus: lokale Währungen, Sprachen, Domains oder Unterverzeichnisse, Preise und Sortiment pro Markt, mit automatischen hreflang-Tags. Für Marken mit eigenen Gesellschaften oder stark unterschiedlichen Sortimenten pro Region bietet Shopify Plus Expansion Stores. Für die meisten internationalen D2C- und B2B-Marken ist das deutlich schlanker zu betreiben als eine Magento-Installation mit mehreren Stores.

ERP, PIM und weitere Integrationen

Mittelständische und größere Händler betreiben ihren Shop selten isoliert. Bestände, Preise, Bestellungen und Kundendaten fließen zwischen Shop und Systemen wie Microsoft Dynamics, SAP, Exact oder AFAS, einem PIM wie Akeneo, einem WMS und Ihren Marketing-Tools.

Bei Magento werden Integrationen oft als individuelle Module innerhalb der Anwendung gebaut. Das ist flexibel, bindet die Integrationen aber an Ihre Codebasis, sodass jedes Upgrade sie beschädigen kann. Shopify arbeitet API-first: Integrationen laufen über Standard-APIs, zertifizierte Konnektoren oder Middleware außerhalb der Plattform. So bleiben sie upgradesicher und lassen sich besser überwachen. Shopify Plus bietet höhere API-Limits, was bei großen Katalogen und häufigen Bestandsabgleichen zählt.

Nach unserer Erfahrung entscheiden Integrationen über den Erfolg eines Replatformings mehr als jeder andere Faktor. ERP- und PIM-Integrationen sind eine Kernkompetenz von Flatline; lesen Sie, wie wir die Shopify-ERP-Integration angehen.

Wann Magento oder Adobe Commerce doch die bessere Wahl ist

Wir sind Shopify Platinum Partner, aber zu einem ehrlichen Vergleich gehören auch die Fälle, in denen Magento besser passt. Magento oder Adobe Commerce kann die richtige Wahl sein, wenn:

  • Ihre Geschäftslogik wirklich außergewöhnlich ist, etwa bei komplexen Produktkonfiguratoren mit Preisregeln, die sich weder über Apps noch über Functions oder einen externen Service abbilden lassen;

  • Sie volle Kontrolle über Datenspeicherung und Infrastruktur brauchen, zum Beispiel wegen strenger interner Richtlinien oder Branchenregulierung;

  • Sie bereits ein starkes internes Magento-Team und eine aktuelle, gut gepflegte Installation haben, sodass ein Wechsel in den nächsten Jahren mehr kostet als er bringt;

  • Sie tief im Adobe-Ökosystem verankert sind und Adobe Commerce mit anderen Adobe-Tools so kombinieren, dass es echten Mehrwert schafft.

Trifft nichts davon zu, kostet die zusätzliche Freiheit von Magento meist mehr, als sie bringt. Und Achtung: Viele „einzigartige Anforderungen“ entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als Workarounds für alte Plattformgrenzen.

Migration von Magento zu Shopify: Risiken und SEO-Erhalt

Eine Migration ist kein Copy-and-paste-Job. Die größten Risiken sind Ranking-Verluste, fehlerhafte Integrationen und Funktionen, die über die Jahre unbemerkt in den alten Shop eingebaut wurden. Ein sorgfältiges Projekt folgt diesen Schritten:

  1. Audit und Scoping: Erfassen Sie alle Funktionen, Extensions, Integrationen und Individualentwicklungen und entscheiden Sie pro Punkt, ob daraus eine Standardfunktion, eine App, eine Function oder eine Eigenentwicklung wird.

  2. SEO-Bestandsaufnahme: Crawlen Sie den Live-Shop, exportieren Sie alle indexierten URLs und halten Sie Ihre wichtigsten Seiten und Keywords in der Search Console fest.

  3. Redirect-Plan: Legen Sie für jede Produkt-, Kategorie-, CMS- und Blog-URL eine 1:1-Weiterleitung (301) an und übernehmen Sie Titel, Meta-Beschreibungen und Alt-Texte.

  4. Datenmigration: Übertragen Sie Produkte, Varianten, Kunden, Bestellhistorie und Inhalte. Kundenpasswörter lassen sich nicht übernehmen, planen Sie also eine Aktivierungs-E-Mail für Kundenkonten ein.

  5. Integrationen: Bauen Sie die Anbindungen an ERP, PIM, WMS und Zahlungsanbieter neu auf und testen Sie sie mit echten Bestellabläufen.

  6. Go-live und Monitoring: Gehen Sie außerhalb Ihrer Hauptsaison live und beobachten Sie in den ersten Wochen täglich Search Console, 404-Fehler und Conversion.

Wir haben mehr als 350 Migrationen umgesetzt, darunter Projekte von Magento zu Shopify Plus für OGÉR, wo fünf Filialen und der Onlineshop heute in einem System laufen, und für Mason Garments. Unser Leitfaden zur Migration von Magento zu Shopify beschreibt jeden Schritt im Detail.

Shopify oder Magento: Was passt wann?

Ihre Situation

Beste Wahl

Sie wollen schnell live gehen, ohne technischen Ballast

Shopify

Hosting, Sicherheit und Updates sollen geregelt sein

Shopify

Sie haben kein oder nur ein kleines Entwicklungsteam

Shopify

Sie verkaufen B2C und B2B und wollen eine Oberfläche

Shopify (B2B in allen Tarifen)

Sie verkaufen in mehreren Ländern, Währungen und Sprachen

Shopify mit Markets; Shopify Plus bei mehreren Gesellschaften

Sie haben hohe Volumen, mehrere Marken und viel ERP-Traffic

Shopify Plus

Sie brauchen volle Kontrolle über Code, Datenmodell und Infrastruktur

Adobe Commerce oder Magento Open Source

Sie haben ein starkes internes Magento-Team und eine aktuelle Installation

Vorerst bei Magento bleiben und regelmäßig neu bewerten

Fazit: Shopify oder Magento 2026

Wählen Sie Shopify oder Shopify Plus, wenn Sie planbare Kosten wollen, eine Plattform, die Ihr E-Commerce-Team ohne Wartezeit auf Entwickler selbst steuern kann, natives B2B und internationalen Verkauf sowie ein Ökosystem, mit dem Sie neue Funktionen in Tagen statt Monaten ergänzen. Für die meisten wachsenden Marken, auch für alle, die eine Alternative zu Magento suchen, ist das 2026 die stärkere Wahl.

Wählen Sie Magento oder Adobe Commerce, wenn Ihre Prozesse wirklich Kontrolle auf Code- und Infrastrukturebene erfordern, Sie das interne Team für die Pflege haben und die höheren, weniger planbaren Gesamtkosten bewusst in Kauf nehmen.

Sie sind unsicher, was für Sie gilt? Als Shopify Platinum Partner mit mehr als zehn Jahren Erfahrung und Büros in Amsterdam, Berlin und Dubai prüfen wir zuerst Ihre Prozesse, Integrationen und Kosten, bevor wir eine Empfehlung aussprechen. Erfahren Sie mehr darüber, wie wir als Shopify-Agentur eine Shopify-Migration umsetzen, oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Gespräch mit unserem Team.

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F.A.Q.

Wir beantworten gern alle Ihre Fragen

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Ist Shopify besser als Magento?

Für die meisten wachsenden Marken ja. Shopify übernimmt Hosting, Sicherheit und Updates, sodass sich Ihr Team auf den Verkauf statt auf Wartung konzentriert, und die Kosten sind besser planbar. Magento oder Adobe Commerce ist nur dann besser, wenn Sie volle Kontrolle über Code und Infrastruktur brauchen und ein eigenes Entwicklungsteam für die Pflege haben. Die richtige Antwort hängt von Ihren Prozessen, Integrationen und Ihrem Budget über mehrere Jahre ab.

Ist Shopify günstiger als Magento?

Meistens ja, sobald Sie die Total Cost of Ownership betrachten und nicht nur die Lizenz. Magento Open Source ist kostenlos, aber Hosting, Sicherheitspatches, Upgrades, Extensions und laufende Entwicklung bezahlen Sie separat. Bei Shopify sind Hosting, Sicherheit und Updates im Monatsabo enthalten; Shopify Plus beginnt als Richtwert bei etwa 2.100 € pro Monat. Bei großen, stark angepassten Shops ist der Unterschied oft am größten.

Wird Magento 2026 noch unterstützt?

Ja. Adobe pflegt Magento Open Source und Adobe Commerce weiterhin und veröffentlicht Sicherheitspatches und neue Versionen. Magento 1 dagegen hat sein Support-Ende bereits 2020 erreicht. Für die meisten Händler ist die Frage daher nicht, ob es Magento noch gibt, sondern ob sich Betrieb, Patches und Upgrades im Vergleich zu einer verwalteten Plattform wie Shopify noch lohnen.

Eignet sich Shopify für B2B?

Ja. Seit April 2026 sind die nativen B2B-Funktionen in allen Shopify-Tarifen enthalten, nicht nur in Shopify Plus. Sie erhalten Firmenprofile mit mehreren Einkäufern und Standorten, kundenspezifische Kataloge und Preise, Staffelpreise, Mengenregeln und Zahlungsziele, alles in derselben Oberfläche wie Ihr B2C-Shop. Komplexe B2B-Szenarien brauchen zusätzlich meist eine gute ERP-Integration für Preise, Bestände und Kreditlimits.

Verliere ich beim Wechsel von Magento zu Shopify meine SEO-Rankings?

Nicht, wenn die Migration sauber umgesetzt wird. Da Shopify eine feste URL-Struktur hat, ändert sich fast jede URL. Sie brauchen also einen vollständigen 1:1-Redirect-Plan mit 301-Weiterleitungen, übernommene Titel und Meta-Beschreibungen und ein engmaschiges Monitoring in der Search Console nach dem Go-live. Die meisten Ranking-Verluste nach einer Migration entstehen durch fehlende Weiterleitungen oder verlorene Inhalte, nicht durch die Plattform.

Wie lange dauert eine Migration von Magento zu Shopify?

Das hängt vor allem von der Zahl der Integrationen, dem Umfang der Individualentwicklung und der Größe Ihres Katalogs ab. Ein einfacher B2C-Shop ist deutlich schneller umgezogen als ein internationales B2B-Setup mit Anbindungen an ERP, PIM und WMS. Ein gründliches Audit zu Beginn liefert Ihnen einen realistischen Zeitplan und hilft, den Go-live außerhalb Ihrer Hauptsaison zu planen.

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